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| Jahresbericht 2009 Jahresbericht 2008 Jahresbericht 2007 Jahresbericht 2006 „Zweck des Vereins ist die ausschließliche und unmittelbare Förderung
der Allgemeinheit auf den Gebieten der Leibesübungen und der Jugendpflege sowie
die Pflege sportlicher Kameradschaft“, so lautet § 2 unserer Vereinssatzung
von 1945, die den Zweck, Aufgaben, Ziele und Grundsätze des Vereins beschreibt. Es besteht also ein dringender Handlungsbedarf. Ansonsten ist der TuS Südhemmern
als eigenständiger Handballverein in erheblicher Gefahr. Die im Satzungszweck beschriebene
„Förderung der Jugendpflege“ spielt sich für den TuS im Wesentlichen in
der Jugendspielgemeinschaft Nordhemmern/Südhemmern/Mindenerwald ab, die nach
wie vor zu den erfolgreichsten Adressen im Jugendhandball hier im Kreis zählt.
Und die JSG war es auch, die den sportlichen Veranstaltungsreigen in 2009 eröffnete.
Unter dem Motto „GO On“ veranstaltete man nach der gelungenen Premiere in
2008 Anfang Januar wieder ein Wochenende mit Spielen, Turnieren und buntem
Rahmenprogramm in der Sporthalle Nordhemmern. Die Resonanz war wieder prima, das
finanzielle Ergebnis passte auch, somit waren die Verantwortlichen rundum
zufrieden. Nur
drei Wochen später, am 28. Februar, traf man sich am Vereinsheim wieder. Die
Gymnastikdamen des TuS hatten zu ihrem traditionellen Reibekuchenessen geladen.
Die Reibekuchen gingen weg wie warme Semmeln und auch an der Theke herrschte wie
gewohnt ein reger Andrang. Mit
den Ergebnissen zum Abschluss der Handballserie 2008/2009 im April konnten wir
insgesamt zufrieden sein. Die
1. Mannschaft unter Volker Fiestelmann lieferte sich in der 1. Kreisliga lange
ein prestigeträchtiges Duell mit dem TuS Hartum um die Tabellenspitze. Am Ende
setzten sich die Nachbarn im Aufstiegsrennen dann durch, für den TuS blieb aber
immerhin die Vizemeisterschaft, mit der man zu Beginn der Serie auch nicht
unbedingt rechnen konnte. Unglücklich verlief das diesjährige
Sommerfest des TuS. Nach einigen Terminüberschneidungen und dadurch bedingten
Umlegungen wurde die Veranstaltung an
einem Tag ohne sportliches Programm durchgeführt. Hier müssen wir in 2010 eher
in die Planungen einsteigen, um einen passenden Termin abzustimmen und ein
attraktives Programm auf die Beine zu stellen Das Sommerfest läutet traditionell
die neue Handballserie ein, in die der TuS erstmals seit
vielen vielen Jahren mit nur 2 Herrenmannschaften gehen musste. Die
personelle Situation ließ es leider nicht zu, die 2. Herrenmannschaft zum
Spielbetrieb anzumelden. Daneben ging wie gewohnt unsere Damenmannschaft an den
Start, die mit Ralf Häseker einen neuen Trainer präsentieren konnte. Noch
nicht so recht in Schwung kam die 3. Herrenmannschaft (eigentlich ja jetzt die
2. Mannschaft). Mit nur 2 Pluspunkten hat das Team zum Jahreswechsel die rote
Laterne in der 2. Kreisklasse inne. Die
ersten Punkte holte dagegen unsere Damenmannschaft, auch wenn der erste Sieg
immer noch nicht gelingen wollte. Mit 2 Unentschieden lag man immerhin auf dem
vorletzten Platz in der 2. Kreisliga. Der ganze Verein wartet nach wie vor auf
den ersten Sieg, was wird das wohl für eine Feier geben. Das
war das Jahr 2009 aus der Sicht des TuS im Schnelldurchgang. Positives,
aber auch Dinge, die uns zum Nachdenken anhalten sollten. Wie wird die Zukunft
des Handballsports in Südhemmern aussehen? Können wir langfristig noch eigenständig
bleiben? Wie können wir mehr Nachwuchs gewinnen? Fragen, die es unbedingt zu
beantworten gilt. Der
Vorstand ruft die Mitglieder auf, sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft
des Handballsports im Verein zu beteiligen, um zu vernünftigen und nachhaltigen
Ergebnissen im Sinne des TuS Südhemmern zu kommen. Hille-Südhemmern,
im März 2010 Ein turbulentes Jahr liegt hinter
uns - Börsencrashs, Pleitewellen, Weltwirtschaftskrise, fast täglich machten
neue Hiobsbotschaften die Runde und ein Ende ist zum jetzigen Zeitpunkt noch
nicht abzusehen. Doch nicht nur die Wirtschaft und die Privathaushalte sind von
diesem Einbruch betroffen, auch die Vereine leiden unter den Folgen der
Rezession. Denn schon längst reichen die Mitgliedsbeiträge allein für die
Finanzierung der Vereinsarbeit nicht mehr aus. Man ist vielmehr auch auf die
Spenden aus der Wirtschaft angewiesen, die selbst bei einem kleinen Verein wie
dem TuS Südhemmern einen nicht
unerheblichen Anteil des Etats ausmachen. Hinzu kommt, dass sich derartige
Krisen auch immer auf die Umsätze aus den Vereinsveranstaltungen auswirken.
Bislang ist der TuS von den Auswirkungen der Finanzkrise noch verschont
geblieben, wie ihr ja auch dem mit der Einladung versandten Rechenschaftsbericht
des Kassierers entnehmen konntet. Wir wollen natürlich hoffen, dass wir die
turbulenten Zeiten ohne größere finanzielle Blessuren überstehen werden und
die Vereinsarbeit in gewohntem Umfang aufrecht erhalten können. Im
Rahmen der turnusmäßigen Vorstandswahlen mussten einige personelle
Umbesetzungen vorgenommen werden. Dabei konnten für den Kassenbereich für die
ausscheidenden Frank Küchhold und seine Verteter Edgar Gerding und Judith
Peithmann-Tüting keine Nachfolger gefunden werden, so dass diese Posten vakant
zunächst blieben. Für das Amt des Spielwartes wurde Christina Meier neu in den
Vorstand gewählt. Der
Vorsitzende Gerhard Rubin wurde im Rahmen der Versammlung für zwei weitere
Jahre in seinem Amt bestätigt. Einen
festen Platz im Veranstaltungskalender der Ortschaft Südhemmern hat das
Osterfeuer des TuS auf dem Sportplatz eingenommen. Auch wenn das Wetter eher an
Weihnachten erinnerte konnte das Feuer am Ostersamstag unter fachmännischer
Betreuung unserer Löschgruppe entzündet werden. Vorab war für die jüngsten
Besucher der Osterhase zu Gast, der auf dem Platz seine Süßigkeiten
versteckte. Handballerisch
gesehen war der Saisonabschluss 2007/2008 im April ganz und gar nicht das, was
wir uns vorgestellt hatten. Zum 2. Mal mussten wir nunmehr den Abstieg unserer
1. Herrenmannschaft aus der Bezirksliga verkraften. Nach der Saison 1999/2000,
wo wir letztlich erst in der Relegation gegen Altenbeken/Buke den Kürzeren
zogen, war der Abstieg der Mannschaft um Olaf Stoyke diesmal bereits einige
Spieltage vor Serienende klar, zu groß war der Abstand zum rettenden Ufer. Wiederum
ohne Punkt auf der Habenseite beschloss schließlich unsere Damenmannschaft die
Spielzeit. Die Mannschaft hat sich dennoch ein Kompliment verdient. Trotz
teilweise hoher Niederlagen ließ sich das Team nicht entmutigen und trat zu
allen Spielen an. „Ein Dorf feiert sich selbst“, dieser Slogan traf die
Stimmung an diesem Tag ziemlich gut. Die Ortsteile hatten keine Mühen und
Vorbereitungen gescheut und so ging es mit bunt geschmückten Wagen, Fahrrädern,
Traktoren oder wie auch immer auf die Zeitreise durch 975 Jahre Ortsgeschichte
vom Dorfplatz zum Sportplatz am Kanal. Dort folgten Ritterspiele, Tauziehen, Hüpfburg,
Torwandschießen und vieles mehr, bis dann am Abend im Festzelt noch einmal so
richtig Gas gegeben wurde. Die Sängerknaben des TuS, Heinrich Klostermeier, die
Sänger der Feuerwehr, die Laienspieler aus Mindenerwald und Elfriede Diekmann
sorgten hier für die richtige Unterhaltung im vollbesetzten Zelt. Zum Abschluss
traten dann die Protagonisten der einzelnen Ortsteile noch einmal in Aktion. In
einem Karaoke-Wettbewerb galt es, die besten Livekünstler zu ermitteln. Die Künstler
überboten sich mit ihren Darbietungen, ein wirklich würdiger Abschluss eines
gelungenen Festes unserer kleinen Ortschaft. Erwähnt werden sollte an dieser
Stelle auch noch einmal der besondere Einsatz unseres Ortsvorstehers Thomas
Horstmann, ohne dessen unermüdlichen Einsatz das Fest wohl nicht ein solcher
Erfolg geworden wäre. Auch vom TuS hierfür noch mal ein herzliches Dankeschön. Mit den ersten Arbeiten soll noch
in 2009 begonnen werden, ich denke nach Fertigstellung steht dann für den
Breitensportbereich eine optimale Übungsstätte zur Verfügung. Standen
vor einem Jahr fast alle Teams auf dem letzten Platz, so sieht dieses Fazit nun
etwas besser aus, auch wenn man die niedrigeren Spielklassen natürlich nicht
ganz außer acht lassen darf. Die
erste Mannschaft um Coach Volker Fiestelmann grüßte zum Jahresabschluss als
Tabellenführer der 1. Kreisliga, eine Platzierung, die man so zum Serienstart
nicht unbedingt erwarten konnte. In der Rückrunde dürfte es ein spannendes
Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem TuS Hartum um den einzigen Aufstiegsplatz geben. Die
von Andreas Humbke trainierte 2. Mannschaft belegte zum Jahreswechsel mit 12:8
Punkten den 6. Platz in der 2. Kreisliga A. Ziel der Mannschaft ist es, am Ende
die Relegation für die neue eingleisige 2. Kreisliga im kommenden Jahr zu
erreichen, ein Ziel, das durchaus machbar erscheint. Ungeschlagen
mit 16:0 Punkten auf Platz 1 fand sich die von Detlef Rogge betreute 3.
Mannschaft in der 2. Kreisklasse wieder. In dieser Klasse fühlt sich die
Mannschaft sichtlich wohl, was durch die Ergebnisse sichtbar zum Ausdruck kommt. Bleiben
zum Abschluss die Damen des TuS unter Andreas Bexten, denen es in der Hinrunde
nicht gelang, in der 2. Kreisliga Punkte einzufahren. Der ganze Verein wartet
sehnlichst auf die ersten Punkte und drückt Euch kräftig die Daumen. So,
das waren aus meiner Sicht die wesentlichen Dinge aus der Sicht des TuS im Jahr
2008. Auch
wenn die ganz großen sportlichen Erfolge ausblieben, so denke ich, haben wir
das Jahr gut gemeistert. Wie
die Zukunft der Vereine und damit auch des TuS Südhemmern aussehen wird, kann
man nur schwer voraussehen. Fakt ist jedoch, dass der demographische Wandel auch
vor den Vereinen nicht halt macht. Weniger
Kinder und Jugendliche dafür mehr ältere aktivere Menschen, die Sportvereine müssen
sich diesen Herausforderungen stellen und ihr Sportprogramm entsprechend darauf
ausrichten. Hier
besteht auch für den TuS Südhemmern in den nächsten Jahren noch akuter
Handlungsbedarf, will man die Existenz des Vereins langfristig sichern. Alle
Mitglieder sind dazu aufgerufen, hieran mitzuarbeiten. Hille-Südhemmern,
im März 2009 Bernd
Küchhold
Es war schon
ein besonderes Jahr für den Handballsport in Deutschland, das Jahr 2007. 55
Sportfreunde folgten der Einladung des TuS zur Jahreshauptversammlung am 09. März
in die Gymnastikhalle. Im Mittelpunkt der harmonischen Versammlung stand im
Wesentlichen die Ehrung verdienter Vereinsmitglieder.
Daneben wurde Frank Häseker als neuer Schiedsrichterwart für Ulrich
Klostermeier in den Vorstand gewählt. Zum
einem festen Programmpunkt in unserem Vereinskalender ist auch das Osterfeuer
geworden. Am Ostersamstag wurde bei prima Wetter das Feuer auf dem Sportplatz
entzündet. Zuvor war für die kleinsten Gäste wieder der Osterhase zu Gast,
der im Südhemmer Moor wie im Vorjahr seine Eier versteckt hatte und rund 60
Kinder anlockte. Ein Dankeschön von dieser Stelle einmal mehr an alle
freiwilligen Helfer und hier insbesondere an die Kameraden der Löschgruppe Südhemmern,
die an diesem Abend wieder bereitwillig ihren Dienst versahen. Insgesamt eine
gelungene Veranstaltung, mit deren Besuch wir sehr zufrieden sein konnten. Zufrieden
konnten wir auch mit der in Kooperation mit dem SV MET durchgeführten
Schnatfahrt per Fahrrad entlang der Grenzen der Ortschaft Südhemmerns sein, die
unter dem Titel „Mit MET in den Mai“ am 30. April
stattfand. 45 Radler machten mit und nach der Tour durch die
Heimatgemeinde wurde im Vereinsheim natürlich zünftig in den Mai gefeiert. Für
die musikalische Umrahmung sorgten dabei die Sängerknaben des TuS. Der
Saisonabschluss Ende April brachte keine besonderen Höhepunkte für die
Mannschaften des TuS. Zwar konnten alle Teams die Klasse halten, großen Grund
zum Jubeln gab es aber auch nicht. Die
1. Herrenmannschaft mit Coach Lars Wunderlich kam in der Bezirksliga mit 18:30
Punkten auf den 11. Platz und konnte damit die tolle Platzierung des Vorjahres
(Platz 5) nicht wiederholen. Überschattet wurde die Serie von einigen Querelen
rund um das Doppelspielrecht von Spielern der JSG Nordhemmern/Südhemmern/Mindenerwald
sowie um den Trainer der Mannschaft, so dass wir am Ende froh sein konnten, dass
mit dem Rückzug des TuS Sennelager und dem VfB Holzhausen die Absteiger
bereits frühzeitig feststanden.
Sehr kreativ
und innovativ zeigt sich unsere Jugendspielgemeinschaft. Anfang Mai wurde unter
dem Slogan „JSG NSM – wenn nicht jetzt wann dann?“ ein neues Jugendkonzept
vorgestellt. Das Konzept versteht sich als die Basis für die Jugendarbeit in
der JSG und enthält wesentliche Elemente für eine erfolgreiche Jugendarbeit,
wie z. B. ein Ausbildungs-, Talentförder- und Trainerkonzept. Ergänzt wird das
unter Federführung von Stefan Kruse erstellte Papier um ein Marketingkonzept
zur Gewinnung neuer Sponsoren für den Jugendbereich. Auch der Internet-Auftritt
wurde komplett neu gestaltet und liefert in ansprechendem Design viel
Wissenswertes rund um die Spielgemeinschaft. Fazit:
Auch das neue Konzept hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht, so dass wir in
2008 das Sportfest wieder im Mai komplett durchziehen werden. Dann mit der
Besonderheit, dass der Vatertag auf den 1. Mai fällt, mal sehen, was da auf uns
zukommt. Die Qualifikationsrunden im
Jugendhandball im Sommer verliefen für die JSG NSM wieder recht erfolgreich,
mit der A-Jugend (Regionalliga), B- und C-Jugend (Bezirksliga) sowie den B- und
C-Mädeln (Bezirksliga) schafften 5 der 15 Teams den Sprung über die
Kreisgrenzen hinaus. Besonders positiv ist die Entwicklung im Mädelbereich, für
den seit Saisonbeginn Detlef Rogge verantwortlich ist. Insgesamt sind rund 180
Kinder und Jugendliche zz. in der JSG „am Ball“. Vorgestellt
wurde im Rahmen der Veranstaltung Olaf Stoyke als neuer Trainer der 1.
Mannschaft. Olaf war ja schon als Spieler viele Jahre für den TuS aktiv und ist
damit kein Unbekannter. Ansonsten konnten wir wieder eine 2. und eine 3.
Herrenmannschaft sowie eine Damenmannschaft ins Rennen schicken. Die
1. Herrenmannschaft konnte zum Jahreswechsel nur 6 Zähler auf der Habenseite
vorweisen und wird es sehr schwer haben, die Klasse zu halten. Man muss der
Mannschaft zu gute halten, dass es viele junge Leute mit Doppelspielrecht zu
integrieren gilt. Zudem wurden einige Partien nur sehr knapp und etwas unglücklich
verloren. Wir hoffen natürlich trotzdem, dass unsere 1. in der Bezirksliga
bleibt, für uns als Verein wäre das schon sehr wichtig. Lediglich
2 Zähler hatte die 2. Herrenmannschaft Ende 2007 in der 2. Kreisliga A auf der
Habenseite. Da in dieser Klasse voraussichtlich nur ein Team absteigen wird und
der Abstand zum Vorletzten noch nicht so groß ist, sollte der Klassenerhalt
noch drin sein. Zur Rückserie hat mit Andreas Humbke im Übrigen ein alter
Bekannter das Traineramt übernommen. Auf
dem 10. Platz fand sich die von Detlef Rogge betreute 3. Mannschaft in der 1.
Kreisklasse B wieder. 6:16 Punkte waren das Ergebnis der Hinrunde, in der Klasse
steigt nach dem Rückzug einer Mannschaft niemand mehr ab, so dass die Klasse
schon jetzt gesichert ist. Bleiben
zum Abschluss die Damen des TuS, denen es in der Hinrunde nicht gelang, in der
2. Kreisliga Punkte einzufahren. Das Traineramt bei den Damen hat im Herbst
Andreas Bexten angetreten. Wir hoffen natürlich, dass unsere Damen in der Rückserie
ihren ersten Erfolg feiern können. Zusammenfassend
lässt sich also festhalten, dass das Jahr 2007 aus der Sicht des TuS nicht von
den ganz großen Highlights geprägt war. Doch
viel entscheidender ist die Frage, was die Zukunft noch alles bringen wird. Im
Handballbereich wird es immer schwieriger, junge Leute an den Verein zu binden.
Die Jugendspieler sind flexibler und identifizieren sich nicht mehr so mit ihrem
Heimatverein, wie sie früher einmal üblich war. Insoweit kann man immer nur für
ein Jahr planen, man muss sehen, was dann kommt. Doch
trotzdem sollte es unser Ziel bleiben, die Eigenständigkeit des Vereins so
lange wie möglich zu erhalten. Ein kleiner Verein wie der TuS mit seinen 470
Mitgliedern wird es immer schwer haben, seine Identität in einer großen
Spielgemeinschaft zu bewahren. Aber vielleicht wird auch uns eines Tages nichts
anderes übrig bleiben, sollte sich die Situation nicht grundlegend ändern. Wir
werden sehen, was die Zukunft bringen wird, die Zeiten für den TuS werden
jedenfalls nicht einfacher. Hille-Südhemmern,
im März 2008 Bernd
Küchhold
Deutschland ein Sommermärchen... Schwarz-rot-goldene Fahnen, 4
Wochen Sonnenschein, eine tolle deutsche Fußballnationalmannschaft und überall
gute Laune – wann haben wir einen solchen Sommer schon einmal gehabt? Die Fußball-Weltmeisterschaft im
eigenen Lande war zweifelsohne das alles überragende Ereignis in 2006, und zwar
nicht nur in sportlicher Hinsicht. Auch wir in Südhemmern haben uns ein wenig
von der Euphorie anstecken lassen, unser Vereinsheim wurde kurzerhand in eine
Public-Viewing-Arena umgestaltet und der gute Besuch hat gezeigt, dass das nicht
die schlechteste Idee gewesen ist. Was im Gedächtnis bleibt und noch
höher zu bewerten ist als der sportliche Erfolg der deutschen Mannschaft ist
der Imagegewinn, den diese WM für das Land gebracht hat.
Die Welt zu Gast bei Freunden – das vielzitierte Motto dieser WM war
nicht nur eine bloße Hülle, nein es wurde auch wirklich gelebt. Und der ganz große Coup für alle
Handballfans sollte ja Anfang 2007 erst noch folgen....
Der TuS startete wie gewohnt mit den Sportturniertagen
in der Sporthalle an der Verbundschule Hille in´s Jahr 2006. Auf dem Plan
standen traditionell diverse Einlagespiele und Turniere. Bereits am Freitag vor
den eigentlichen Turniertagen kam es zum Derby Südhemmern 3 gegen Südhemmern
4, das es nach Zusammenlegung der 2. und der 4. Herrenmannschaft im Sommer wohl
in dieser Form in den nächsten Jahren nicht mehr geben wird. Die 4.
verabschiedete sich mit einer 20:25 Niederlage. Das Bezirksligaturnier am
Sonntag konnte die 1. Mannschaft des TuS für sich entscheiden, den 2. Platz
belegt LIT Nordhemmern/Mindenerwald. Am
03. Februar lud der TuS zum Knobelabend in die Gymnastikhalle ein. Der
Einladung folgten 42 Sportfreunde, die in 4 Runden die erfolgreichsten
Teilnehmer ermittelten. Sieger wurde Klaudia Bassmer vor Ralf Häseker und
Alexander Nobbe. Wie gewohnt war nach der eigentlichen Veranstaltung längst
noch nicht Schluss, die letzten Nachtschwärmer fanden erst am frühen Morgen
den Weg nach Hause. Einen
festen Platz im Veranstaltungskalender der Ortschaft Südhemmern hat das alljährliche
Pickertessen der Gymnastikdamen des TuS, das wir am 18. Februar in den Räumlichkeiten
unseres Vereinsheims veranstalteten.
Die
Reibekuchen kamen wieder prima an und auch an der flüssigen Nahrung fehlte es
natürlich nicht, so dass die zahlreichen Besucher gut versorgt ihren Heimweg
antreten konnten. Die
Jahreshauptversammlung des TuS stand am 17. März auf dem Terminkalender der TuS
Mitglieder. 61 Sportfreunde waren der Einladung gefolgt, um sich über das
Geschehen rund um den TuS Südhemmern zu informieren. Bei
den turnusmäßigen Vorstandswahlen gab es einige personelle Veränderungen. Als
stellvertretende Kassierer wurden Judith Peithmann und Edgar Gerding für den
ausscheidenden Reiner Massilge neu gewählt. Zum neuen Spielwart bestimmte die
Versammlung Sascha Tüting, der dieses Amt von Henning Riechmann übernahm. Die
Vorstandsmannschaft ergänzte Ulrich Klostermeier als neuer Schiedsrichterwart
und Vertreter des Spielwartes. Ein Höhepunkt der Versammlung waren zwei
besondere Ehrungen. Walter Tiemann und Frank Küchhold wurden für ihre über
20jährige Vorstandstätigkeit mit der silbernen Ehrennadeln des Westdeutschen
Handballverbandes bzw. des Handballverbandes Westfalen ausgezeichnet. In seiner
Laudatio erinnerte der Kreisvorsitzende Günter Mönkhoff auf humorvolle Art
unter großem Beifall an seine eigenen Erinnerungen mit den Geehrten aus seiner
Zeit als Trainer in Südhemmern. Nur
wenige Monate später war es dann Günter Mönkhoff selbst, dem eine Ehrung
zuteil wurde. Nach jahrzehntelange Tätigkeit im Kreisvorstand und als
Kreisvorsitzender gab er sein Amt im Frühjahr ab und wurde zum
Ehrenvorsitzenden gewählt. Kaum eine Person hat den Handball in der heimischen
Region so geprägt wir Günter Mönkhoff und auch für unseren Verein hat er
stets ein offenes Ohr gehabt. Seine erfolgreiche Tätigkeit beim TuS Südhemmern
wird den Meisten hier noch gut in Erinnerung sein. Wir wünschen Günter von
dieser Stelle aus auch weiterhin alles Gute und seinem Nachfolger Philipp Koch
viel Glück als neuem Vorsitzenden des
Handballkreises Minden-Lübbecke. Wie
im Vorjahr führten wir auch in 2006 ein eigenes Skatturnier im Vereinsheim
durch. Leider nahmen nur 10 Skatspieler teil, so dass wir uns anschließend auch
entschlossen haben zukünftig auf eine eigene Skatveranstaltung zu verzichten. Am
Ostersamstag wurde nach der guten Resonanz in 2005 dann wieder unser Osterfeuer
auf dem Sportplatz entzündet. Das Wetter spielte mit und so fanden wieder
zahlreiche Einwohner aus Südhemmern den Weg zum Vereinsheim. Für die Kinder
fand im Vorfeld erstmals ein Ostereiersuchen im Moor statt, das ebenfalls gut
angenommen wurde. Ein Dankeschön von dieser Stelle an alle freiwilligen Helfer
und hier insbesondere an die Kameraden der Löschgruppe Südhemmern, die für
die nötige Sicherheit rund um die Feuerstelle gesorgt haben. Was
wäre ein Serienende ohne einen Aufstieg? Nach den Erfolgen in den Vorjahren
konnten wir auch zum Abschluss der Handballspielzeit 2005/2006 wieder einen
Aufsteiger präsentieren. Unsere 3. Mannschaft unter bewährter Leitung von
Detlef Rogge sicherte sich mit 36:4 Punkten den Meistertitel in der 2.
Kreisklasse und stieg so in die 1. Kreisklasse auf. Ein schöner Erfolg für das
Team, dass seit einem Jahrzehnt in nahezu unveränderter Besetzung antritt. Eine
tolle Saison spielte auch die 1. Herrenmannschaft mit Trainer Volker Fiestelmann.
Im ersten Jahr nach dem Aufstieg in die Bezirksliga kam man mit 30:22 Punkten
auf Platz 5 in der Bezirksliga und erreichte damit die beste Platzierung einer
Handballmannschaft des TuS seit Einführung des Hallenhandballs. Leider
beendete „Fizzen“ nach 2 Jahren seine überaus erfolgreiche Trainertätigkeit
beim TuS, die mit dem Aufstieg in die Bezirksliga und dem Kreispokalsieg 2005
ihren Höhepunkt fand. Als
Nachfolger konnte Lars Wunderlich verpflichtet werden, der auch schon in der
gemeinsamen Jugendspielgemeinschaft aktiv gewesen ist. Unsere
2. Mannschaft mit Trainer Andreas Meyer kam zum Serienende in der 2. Kreisliga
mit 27:27 Punkten auf den 7. Platz. Damit bestätigte die Mannschaft die
konstanten Ergebnisse der Vorjahre.
Im Mai 2006 folgte dann wieder der Höhepunkt im
Veranstaltungskalender des TuS – die Sportwerbewoche stand in der Zeit vom 19.
bis 26. auf dem Plan. Und diesmal hat es uns dann auch
so richtig erwischt – kein Tag ohne Regen, und Besuch und Umsatz sahen
entsprechend aus. Da ist es denn auch nur wenig tröstlich,
dass der Regen am Samstag Abend zum Dorfabend und am Donnerstag Vormittag mal ´ne
Pause einlegte und so der Besuch an diesen Tagen dann auch ganz o. k war. Ein Highlight des Sportfestes war
der 2. Südhemmer Dorfabend, der am Samstag wieder zahlreiche Gäste in das
Festzelt lockte. Die bewährten Moderatoren Ulli Schossau und Willi „Butz“
Riechmann führten durch den Abend und präsentierten den Besuchern ein
abwechselungsreiches Programm. Den Auftakt machten die Kinder des örtlichen
Kindergartens, die die Zuhörer mit zwei liebevoll einstudierten Tänzen in die
Zeit des „Wilden Westens“ zurückversetzten. Die Sängerknaben des TuS
folgten mit zwei selbstgetexteten Liedern, ehe „Der kleine Tierfreund“ alias
Henrik Niermeyer in bewährter Form und mit seiner Kreidler Florett ins Zelt
einfuhr und über die Eigentümlichkeiten der hiesigen Dorfbevölkerung
berichtete. Der Sonntag stand traditionell im
Zeichen der Kinder und Familien. Hüpfburg, Kinderanimation, Tombola,
Kaffeetrinken im Zelt, all das gehörte zum Programm des Tages, das vom Südhemmer
Posaunenchor musikalisch umrahmt wurde. Ein weiteres Highlight war die
gemeinsame Volkswanderung am Mittwoch, die wieder zahlreiche Wanderfreunde
anlockte. Bei Sonnenschein gestartet, holte die Realität dieser Woche die mit
Handwagen und Rucksäcken bewaffneten Teilnehmer schnell ein. Ein kräftiges
langanhaltendes Regenschauer, und die so motiviert gestarteten Teilnehmer
kehrten als begossene Pudel ins Zelt zurück. Logisch, dass auch an diesem Abend
der Besuch hinter den Erwartungen zurückblieb. Besser lief´s dann am Vatertag,
es blieb (fast) trocken und wir konnten uns über reichlich Kundschaft freuen.
Im Gegensatz zu den Vorjahren erreichte uns der Tross der Vatertagstouristen
diesmal erheblich später, so dass auch um 7 Uhr noch High-Life im Zelt war. Die
Erbsensuppe unserer Gymnastikdamen und die musikalische Umrahmung mit Ully gehörten
natürlich auch wieder zum Himmelfahrtstag. Der heißbegehrte Dorfpokal ging in
diesem Jahr auf die Fischerstadt. Der Freitag fiel dann wieder völlig
ins Wasser, es war dennoch bewundernswert wie die Kids sich mühten, um beim Fußballturnier
ihren Meister zu ermitteln. Wie
bereits eingangs erwähnt, entsprach der Überschuss bei diesem Sportfest nicht
unseren Erwartungen. Die Tendenz rückläufiger Umsätze bei gleichzeitigem zum
Teil erheblichen Anstieg der fixen Kosten für so ein Fest hat sich in den
letzten Jahren nicht nur bei uns bemerkbar gemacht. Es
ist müßig zu diskutieren, woran das liegt. Ist es der demographische Wandel
der Gesellschaft, sitzt das Geld nicht mehr so locker, ist das Angebot einfach
zu groß oder sind Zeltfeste schlichtweg nicht mehr „in“, viele Dinge
spielen bei dieser Entwicklung sicher eine Rolle. Fakt
ist jedoch, dass die Vereine reagieren müssen. So haben auch wir uns Gedanken
gemacht und sind zu dem Ergebnis gekommen, das Sportfest völlig neu und im
kleineren Rahmen zu organisieren. Im Mai 2007 werden lediglich das Volkswandern
und die Vatertagsparty stattfinden, der sportliche Teil wird komplett in den
hoffentlich etwas wärmeren Juli verlegt. Das
Vereinsheim wird stärker eingebunden, so dass auch ein Zelt in der bisherigen
Größe nicht mehr erforderlich wird. Wir
hoffen natürlich, dass wir mit diesen Maßnahmen die richtige Entscheidung
getroffen haben, Ende des Jahres werden wir schlauer sein.
Einen starken Zulauf hat nach wie
vor die Jugendspielgemeinschaft Nordhemmern/Südhemmern/Mindenerwald zu
verzeichnen. In der Qualifikationsrunde qualifizierte sich die A-Jugend und die
B-Jugend für die Oberliga, die C-Jugend und die C-Mädel qualifizierten sich für
die Bezirksliga. Die Sommermonate standen -wie
eingangs bereits erwähnt- ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaften.
Unser Vereinsheim war zu ausgewählten Begegnungen geöffnet und schnell
schwappte die Euphoriewelle auch auf die Besucher über. Nebenbei wurde auch der
ein oder andere Euro umgesetzt, so dass die Einnahmeausfälle der
Sportwerbewoche etwas gedeckt werden konnten. Das Sommerfest des TuS lockte dann
wieder zahlreiche Sportfreunde in der Zeit vom 11.-13. August auf den Sportplatz
und in unser Vereinsheim. Im September startete dann die neue
Handballserie. Im Seniorenbereich ging der TuS mit 3 Herren- und einer
Damenmannschaft in neue Spielzeit. Eine
weitere Verbesserung des Sporthallenangebotes wurde in 2006 ebenfalls
realisiert. Ende November konnte die neue Zweifach-Sporthalle an der Grundschule
Oberlübbe eingeweiht werden. Damit verfügt die Gemeinde Hille nunmehr über 6
Großsporthallen, die für den Trainings- und Spielbetrieb sowie für
Breitensportzwecke zur Verfügung stehen, hinzu kommen weitere 5 Turn- und
Gymnastikhallen. Ich glaube, kaum eine andere Kommune von der Größenordnung
der Gemeinde Hille verfügt über ein derartiges Sporthallenangebot. Wir sind
eben eine handballverrückte Gemeinde – hoffen wir, dass das auch in den nächsten
Jahren anhält und die Kinder und Jugendlichen den Weg zum Handball finden –
dann haben sich die Investitionen zweifelsohne gelohnt. Mitte
Dezember gingen die Handballer dann in die Winterpause. Unsere 1.
Herrenmannschaft hatte es -auch personell bedingt- deutlich schwerer als im
Vorjahr und lag mit 10:14 Punkten auf dem 11. Platz in der Bezirksliga. Da es
aber in diesem Jahr nach dem vorzeitigen Rückzug einer Mannschaft wohl nur
einen weiteren Absteiger geben wird, sollte das Team mit dem Abstieg nichts zu
tun bekommen. Kritischer
sieht es da schon bei der 2. Herrenmannschaft aus. Mit nur 2 Pluspunkten zierte
man Ende 2006 das Tabellenende der 2. Kreisliga. Trotzdem ist der Abstand zum
rettenden Ufer noch nicht zu groß, mit einem Kraftakt in der Rückrunde sollte
da noch was möglich sein. Die
Dritte schlug sich als Aufsteiger in der 1. Kreisklasse ganz ordentlich, am
Jahresende hieß es dann Platz 10 mit 7:17 Punkten.
Noch
keinen Punktgewinn konnte dagegen unsere Damenmannschaft feiern.
Doch
trotz teilweise hoher Niederlagen stimmt die Moral nach wie vor und der Spaß am
Spiel ist noch nicht verloren gegangen. Im
Breitensportbereich sind nach wie vor unsere beiden Turngruppen unter Heinrich
Hirsch und Elisabeth Peithmann aktiv, ebenso unsere Sängerknaben unter Leitung
von Udo Niemeyer. Auf die alte Garde bei den Damen und Herren ist immer Verlass,
wenn es etwas im Verein zu tun gibt. So,
das waren die wesentlichen Ereignisse aus meiner Sicht im Jahr 2006. Ich hoffe,
dass wir alle etwas von der positiven Grundstimmung und der WM-Euphorie
mitnehmen können und auch der Handball hiervon profitieren wird. Wir
als kleiner Verein sind nicht in der Lage, Geld für Handballspieler zu zahlen.
Wir können es finanziell nicht und wir wollen es auch nicht. Beispiele aus den
Nachbarvereinen haben immer wieder gezeigt, wie schnell große Träume wie
Seifenblasen platzen können und ein Scherbenhaufen übrig bleibt. Unsere
Aufgabe sehen wir vielmehr darin, junge Leute zum TuS zu bringen, die Spaß am
Handball haben und sich auch mit dem Verein identifizieren.
Hier
haben wir eine große immer aktuelle Aufgabe vor uns – doch nur so wird es uns
gelingen, dauerhaft in der Handballlandschaft zu bestehen. Alle
Mitglieder rufe ich von dieser Stelle auf, uns hierbei aktiv zu unterstützen,
insbesondere durch ein Engagement im Jugendbereich. Denn hier liegt nun einmal
die Zukunft des Handballsports – auch für den TuS Südhemmern mit seinen fast
490 Mitgliedern. Hille-Südhemmern,
im März 2007
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